Aktuelles
Zum Tod von Jürgen Vossen

Fußsprung vom Einmeterbrett? Nein – Jürgen Vossen, das war stets Arschbombe vom Zehner. Leben im oberen Drehzahlbereich. Spüren, Lieben, das Hier, das Jetzt. Alles in sich aufsaugend, einatmend. Seit 08.Dezember 2009 ist Jürgen tot.
Der hohe Blutdruck und zwei kurz aufeinander folgende Schlaganfälle haben ihn brutal aus eben jenem Leben gerissen, das er so geliebt hat. Er hat es kommen sehen, wie wir alle. Vielleicht nicht in dieser Härte, einen sanften Schuss vor den Bug vielleicht. Aber er wollte sich nicht schonen, Ratschläge zwecklos, nix Auszeit. Ist nur ein Kratzer. Dafür hat sich Jürgen jedem neuen Tag viel zu sehr entgegengesehnt.
Einfach nur von Jürgen, dem Kreativen, zu reden, das wäre ihm deshalb nie und nimmer angemessen. Schlimmer noch: Es wäre eine Beleidigung. Jürgen, das war primär und vor allem immer der Mensch Jürgen. Aufopferungsvoll liebender Vater, Freund, Partner, der Kollege. Erst dann irgendwann einmal der hochbegabte und erfolgreiche Kreative. Diese Haltung hat ihn stets über alle nach Ranking-Punkten gierenden, auf kurzfristigen Erfolg schielende Kreativen hinweggehoben. Ruhm, das hat ihn zwar immer gefreut, aber nie sonderlich interessiert. Er brauchte nicht mal einen Preis, um auf einer Preisverleihung zu feiern. Jürgen konnte gönnen. Und sich freuen mit anderen. Ohne sich verstellen zu müssen. Jürgen war echt. Immer. Einer der authentischsten, die ich kennen durfte. Er hat sich nie abhängig gemacht von Renommee und Außenwirkung. Jürgen war 100% Heimat.
Wenig verwunderlich, dass man mit seinem Freundes- und Bekanntenkreis ganze Landstriche bevölkern kann. Ganze Landstriche voller (bitte genüsslich rheinisch aussprechen) „Vögelschen”. Wer ihn kennt, weiß, dass dieser Begriff untrennbar mit ihm verbunden ist. „So, Vögelschen, wann treffen wir uns?” „Vögelschen, wir sind verabredet.” „Köln wieder vor Borussia, Vögelschen, was ist da bei euch los?”
Nichts und niemand wird ihn je ersetzen können. Die Lücke wird ewig klaffen.
Guido Heffels
Einfach nur von Jürgen, dem Kreativen, zu reden, das wäre ihm deshalb nie und nimmer angemessen. Schlimmer noch: Es wäre eine Beleidigung. Jürgen, das war primär und vor allem immer der Mensch Jürgen. Aufopferungsvoll liebender Vater, Freund, Partner, der Kollege. Erst dann irgendwann einmal der hochbegabte und erfolgreiche Kreative. Diese Haltung hat ihn stets über alle nach Ranking-Punkten gierenden, auf kurzfristigen Erfolg schielende Kreativen hinweggehoben. Ruhm, das hat ihn zwar immer gefreut, aber nie sonderlich interessiert. Er brauchte nicht mal einen Preis, um auf einer Preisverleihung zu feiern. Jürgen konnte gönnen. Und sich freuen mit anderen. Ohne sich verstellen zu müssen. Jürgen war echt. Immer. Einer der authentischsten, die ich kennen durfte. Er hat sich nie abhängig gemacht von Renommee und Außenwirkung. Jürgen war 100% Heimat.
Wenig verwunderlich, dass man mit seinem Freundes- und Bekanntenkreis ganze Landstriche bevölkern kann. Ganze Landstriche voller (bitte genüsslich rheinisch aussprechen) „Vögelschen”. Wer ihn kennt, weiß, dass dieser Begriff untrennbar mit ihm verbunden ist. „So, Vögelschen, wann treffen wir uns?” „Vögelschen, wir sind verabredet.” „Köln wieder vor Borussia, Vögelschen, was ist da bei euch los?”
Nichts und niemand wird ihn je ersetzen können. Die Lücke wird ewig klaffen.
Guido Heffels

